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Anschnallen und geniessen
15. April 2009, 13:20
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Anschnallen, abwarten und geniessen?

Jeden Tag unangenehme Nachrichten, der Nieder­gang des Neoliberalismus, weltweite Wirtschafts­krise und steigende Arbeitslosenzahlen, Rettungs­pakete überall…naja… Die Staatsverschuldung Deutschlands beträgt Ende letzten Jahres 1.5 Billionen Euro, pro Kopf 18.500 Euro, die Zinsbelastung ca. 68 Milliarden Euro im Jahr, Tendenz rasant steigend (Bund der Steuerzahler 2009), …aha… „Das Zeitfenster für Maßnahmen, um den Klima­wandel auf ein einigermaßen vertretbares Maß zu begrenzen, umfasst 10-15 Jahre“ (Wuppertal Insti­tut 2008)… ohje… Wo wird das alles enden, und was zum Himmel hat das eigentlich mit meiner Realität zu tun. Nichts genaues weiß man nicht, die Weltpolitik ist mir ja eigentlich dann doch ´ne Nummer zu groß und wann kommen die Krisen in der Altmark an, und wie wird wer dann reagieren? Fragen über Fragen. Das war so ungefähr das diffuse Gefühl der Un­sicherheit (gepaart mit Vorfreude und Katastro­phengeilheit) mit dem ich im Januar zum „Bunten Altmark Thing“ nach Groß Chüden geladen hatte. Fünf selbstorganisierte Tage, an jedem waren zwi­schen 40 und 80 Menschen aus über 25 Dörfern der Umgebung da, haben Ideen und Projekte vor­gestellt, gemeinsam beredet und entwickelt. (Saatguttausch, Gemeinschaftsbildung, alternativer Sommermarkt und -festival, Landfreikauf, gemein­nützige Solargenossenschaft, Permakultur, Regio­nalwährung, Artabana usw. usw. Einiges geht weiter, für manches ist (noch) nicht die Zeit. Das Wichtigste war mal wieder der Kontakt mit den Menschen, der achtsame Umgang, der trotz Enge , großer Kälte und macher Vorurteile miteinander gepflegt wurde. Und das Erleben, daß es tatsäch­lich eine gemeinsame Basis in der „Alternativen Altmark“ gibt. Trotz, oder gerade wegen der Unter­schiedlichkeit und der Vielfalt der Menschen und Gruppen. Faszinierend die Fülle, die Menge der unterschiedlichsten Kompetenzen auf allen Ebe­nen. Eine Verbundenheit, die weiter trägt und schwie-rigen Zeiten etwas gelassener entgegense­hen lässt. Spätestens im nächsten Winter wird es wieder ein großes Thing geben, vielleicht heißt es dann auch Phing… Mit Sicherheit müssen wir in Chüden noch ein großes beheiztes Zelt aufstellen, oder einen ande­ren Platz suchen, an dem dann auch die Men­schen Raum finden, die diesmal noch nicht dabei sein konnten oder wollten. Doch nun stellt sich natürlich die Frage, ob wir mit diesem Gefühl der Sicherheit und Stärke nicht noch ein wenig mehr anfangen können. Gibt es Verknüpfungspunkte zwischen traditioneller und al­ternativer Altmark, Chancen der Zusammenarbeit und Wissenstransfer in beide Richtungen. Wenn mensch in der Krise nicht von seinen Nach­barn „erschlagen“ werden möchte, muss er rechtzei­tig in Kontakt gehen, Vorbehalte auflösen und ge­meinsam Visionen entwickeln. Neben den persönlichen Bekanntschaften, die es ja sowieso gibt, bietet die „Transition Town Bewe­gung“ eine vielversprechende Möglichkeit für die zukünftige Zusammenarbeit beider Welten. Kreati­ver Abstieg durch die Rückbesinnung auf die loka­len Qualitäten, die Wiederaneignung der Nah­rungsmittel- und Energieproduktion, alte traditionel­le Techniken gekoppelt mit moderner Technologie. Weisheit trifft Wissen unter Berücksichtigung öko­logischer, permakultureller Prinzipien & Methoden. Lebensstilwandel mit Freude und persönlichem Gewinn. Weltweit entstanden und entstehen Initiativen, tref­fen sich Menschen unterschiedlichster Herkunft, um gemeinsam zu überlegen, wie sich das eigene Dorf, die eigene Stadt organisieren muß, um so ef­fizient, energiesparend und krisensicher zu funktio­nieren wie ein natürliches Ökosystem. Kooperation statt Konkurrenz, Solidarität statt Einsamkeit, natur­gemäßer Lebensstil statt industriellem Massen­wahnsinn. Hört sich gut an, machen wir, und sollte jede/r die/der das liest, auch machen … morgen, spätestens übermorgen. Viel Spaß andreas schaaff


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